Montag, 17. April 2006Toskana - Dem Frühling entgegenFlorenz Genau das haben Bine und ich die ersten beiden April Wochen gemacht, und haben uns in Italien auf die Pfade der Etrusker, des Chiantis und des guten Essens gemacht. Das heißt: ab in die Toskana!
Unsere Reise Route dem Frühling entgegen war wie folgt: (Bild entfernt, um keine Copyright Problem zu bekommen) Als erstes ging es nach Verona. Verona, die erste richtige Stadt wenn man über den Brenner kommt. Verona ist eine schöne Stadt, die wohl auch recht reich ist. Zumindest läßt das die BMW und Porsche Dichte auf den Straßen darauf schliessen. Auf jedenfall war es für uns war es ein schönes Ziel der ersten Etappe über die Alpen. In Verona musste man natürlich das Casa di Giuelletta, mit dem "Romeo Balkon". [GImage size=sized; caption=Der Balkon; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0335[/GImage] danach schaute wir noch an der Arena vorbei, dir zur Zeit schwer bewacht und hergerichtet wird [GImage size=sized; caption=vor der Arena; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0345[/GImage] Da nun das Schlechte Wetter den Frühling aus Verona trieb, machten wir uns gleich auf, um weiter nach Süden zu kommen. Der nächste Halt, quasi auf der anderen Seite der Po-Ebene (ja, die ist wirklich so arsch langweilig, wie der Name schon vermuten läßt) Bologna ist komplett konträr zu Verona. Hier fahren überall Autos. Zum Glück hat Bologna mit über 30 km überdachten Fusswegen (Arkaden), doch auch ein paar Plätzchen wo wir zu Fuß keine Angst haben mussten. Da unser Campingplatz etwas ausserhalb der Stadt war, wagten wir uns mit dem Fahrrad in die Stadt! Sagen wir es so, wir haben beide überlebt! Bologna ist natürlich für ihre Universität bekannt, denn die war die erste in Europa, somit war Archiginnasio (der erste feste Sitz) auch einer der ersten Stellen die wir angelaufen haben. [GImage size=sized; caption=Die Universität; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0363[/GImage] Danach wollten wir uns die Basilica di San Petronio ansehen, aber die war leider wegen Renovierung geschlossen. (ok, ich habe einfach keinen offenen Eingang gefunden, und das obwohl ich wirklich rein wollte) Am nächsten Tag hatte uns dann das schlechte Wetter wieder eingeholt, und wir sind wieder weiter gen Süden aufgebrochen: Florenz! Florzenz war die einzige Stadt, wo wir beide schon mal vor Jahren waren, aber ich muss wirklich sagen, im Frühjahr ist es dort wirklich sehr nett. Wenn man jetzt noch die ganzen Schulklassen und die Japanischen Reisengruppen wegdefinieren könnte, wäre es auch garnicht voll. Aber auch so hatten wir Glück, denn bei unserem Apennin Transit schüttete es aus Kübeln. Aber in Florenz hat die Sonne es wieder gut gemeint mit uns: [GImage size=sized; caption=Blick vom Campingplatz auf die Altstadt; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0385[/GImage] Obwohl es am Himmel noch etwas wolkik war, wanderten wir sofort Richtung Ponte Vecchio, Uffizien und Duomo. Wir waren noch nicht mal richtig am Arno, da wollte das Wetter uns noch mal kurz nen Streich spielen und ein Platzregen mit Hagel zwang uns zu einer kurzen Pause unter dem Regenschirm: [GImage size=sized; caption=Hagel in Florzen; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0392[/GImage] Wie gesagt, danach ging es an zu den ganzen Sehenswürdigkeiten, und wir haben uns auch die Schlange vor den Uffizien angesehen. Aber zwei Stunden wollten wir dann doch nicht auf Einlass warten. Bei wechselhaften Wetter haben wir den ersten Florzentag dann doch müde und glücklich überstanden. Am nächsten Morgen war dann der Frühling endlich bei uns (oder wir bei ihm) und wir machten uns dann wieder auf in die Stadt. Diesmal die Boboli-Gärten und Oltarno, das Viertel südlich vom Arno. [GImage size=sized; caption=Boboli Gärten; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0446[/GImage] Ich fand das Viertel viel hübscher und stressfreier. (Ok, es gibt dort wahrscheinlich auch nicht ganz so viele Kirchen/Palazzos wie auf der anderen Seite) [GImage size=sized; caption=Piazza Santo Spirto; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0460[/GImage] Nach zwei Tagen Florenz (man könnte sicher noch einige Tage länger dort bleiben), haben wir uns entschlossen weiter duch Chianti Land zu fahren. Nun dann ging es auf der der kleinen "SS 2" über Greve in Chianti (dort haben wir sehr gute Tropfen Chianti Classico erworben. Aber jegliches Betteln ist nutzlos, die sie schon weg!) an Siena vorbei (wir wollten uns ja noch was übrig lassen) erstmal nach San Galgano. In San Galgano steht eine der ersten Kirchen Italiens im gotischen Baustil. Sie hat nur einen Schönheitsfehler, sie hat kein Dach mehr und ist jetzt eine Ruine. Aber sehr sehr sehenswert: [GImage size=sized; caption=San Galgano; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0496[/GImage] Danach ging es dann zu den Schwefelquellen von Saturnia. Die schauen zwar wirklich toll aus, aber stinken tuts schon gscheit. [GImage size=sized; caption=natürliche Terassen mit warmen Quellen; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0509[/GImage] Der Frühling war nun wirklich ausgebrochen, und wir erkundschafteten die Etrusker Gräber von Sovana sogar in leichter Bekleidung. Es war richtig schön und sehr interessant, was vor viele, vielen Jahren dort schon in den Tuffstein geschlagen wurde: [GImage size=sized; caption=Tomba Ildenbranda; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0532[/GImage] Das einzige was mich etwas verwundert hat, in den engen Gängen und Höhlen roch es teilweise wie bei mir im Keller. Ich glaub ich sollte dort mal ein paar Ausgrabungen beginnen. Nach so viel Kultur gehts dann raus ans Meer. Wir waren gleich von dem ersten Kontakt so angetan, das wir gleich am ersten Strand blieben: [GImage size=sized; caption=direkt am Meer; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0555[/GImage] Nach einer ausgiebigen Erholung ging es dann direkt in die Nord-Toskana, an Pisa vorbei in die wunderschöne kleine Stadt Lucca. [GImage size=sized; caption=Piazza Anfiteatro Romano; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0597[/GImage] Lucca hat Kirchen wie zum Saufüttern. Und es sind waren noch mehr! Heute haben sie wohl noch knapp 99 Kirchen, aber in vielen ehemaligen Gotteshäuser sind nun Restaurants, Banken, Boutiquen oder auch der Kommunale Markt: [GImage size=sized; caption=der Markt von Lucca; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0599[/GImage] Unsere Rundreise brauchte aber noch einen richtig schönen Ausklang. Deshalb entschlossen wir uns die Cinque Terre ein bisschen genauer zu betrachten. Man kann ja in jedem Reiseführer was über das UNESCO Weltkulturerbe lesen, vorallem dass man am besten mit dem Zug hinfährt und selbst das Wander dort was kostet. Wir suchten uns in Levanto einen schönen kleinen Campingplatz, und bevor es los gehen sollte, genossen wir den Frühling am Meer und einen Sonnenuntergang den man normal lange suchen muss. [GImage size=sized; caption=Ein Traum; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0658[/GImage] Am nächsten Tag, ging es erst mit dem Zug los um in die Cinque Terre "einzufahren". Wir fuhren bis Vanezza: [GImage size=sized; caption=der Hafen von Vernazza; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0668[/GImage] [GImage size=sized; caption=Hoch über Vernazza; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0678[/GImage] Ich kann die Cinque Terre wirklich empfehlen, aber es ist fast noch schlimmer wie in Florenz: ohne Schulklassen und (diesmal Amerikanische) Reisegruppen, wäre es richtig schön gewesen. Wir waren jetzt wirklich total ausserhalb der Saison und auch noch unter der Woche, daher möchte ich mir garnicht ausmahlen, wie es wohl im Sommer zur Urlaubszeit dort zugehen möge. Danach ging es wieder Richtung Heimat, und um das Ganze nicht zu anstrengend werden zu lassen (nicht für uns, sonder mein Bus ist ja nicht mehr der jüngste) haben wir noch einen Stop im sonnigen Torbole (Lago di Garda) eingelegt. Wir fuhren die schöne östliche Seestraße entlang und es war so schön frühlingshaft. Der See war kalt doch die Luft war schon sehr angenehm warm. Und hoch über dem Lago thronte ein Monte Baldo, der noch ein süßes weisses Mützchen auf hatte. [GImage size=sized; caption=Gardasee von Tobole aus; style=fancy; ]toskana2006/CIMG0699[/GImage] Alle Bilder unserer kleinen Toskana Rundreise gibts hier in der Galerie. Die Toskana ist wirklich empfehlenswert, nicht nur wegen der vielen Kirchen, des schönen Wetters und der Landschaft, sondern sicher auch wegen dem guten Wein.
Geschrieben von rainer
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20:11
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Aufgenommen: Apr 17, 23:49