während Bine in weiß der Kuckuck wo Paris (Frankreich) ist, hab ich das Vergnügen das Herbstwetter in unseren Gefilden zu verbringen. Was bietet sich mehr an, von diesem feucht, kühl, grauen Wetter abzulenken? Genau kochen. Denn das hat sogar mehrere Vorteile, die man nicht ganz von der Hand weisen kann:
- man wird statt
- es ist nötig
- es macht Spaß
Heute wählte ich entsprechend Rezepte aus der französischen Küchen aus. Bekannt natürlich für Cafe au lait oder Käsefondue. Heute gab es jedoch
Filetes de porc à la moutarde an Truffade
Das klingt nicht nur sehr toll, sonder es schmeckt auch reichlich gut und ist super einfach zum Zubereiten. Als erstes wäscht, schält und schneidet man die Kartoffeln für das Truffade in dünne Scheiben. Diese werden dann in eine Pfanne in Öl getan und zugedeckt bei mittlerer Temperatur gegart. (Hin und wieder wenden, sonst wird die eine Seite sehr schwarz). Während dessen kann man dann die Tomaten in scheiben Schneiden und diese werden dann nach gut einer 1/4 Stunde dazugetan und mit gegart.
Parallel dazu hab ich nun die Schweine Filets geschnitten und trocken getupft. Als nächstest hab ich um die Senfsauce gekümmert: Dazu werden 2 EL Senf mit gut 200ml Sahne und 2 EL Essig verrührt. Außerdem werden Cornichons (also Essiggürkchen) klein geschnitten und dazugerührt, die Zwiebel bis jetzt nur klein gewürfelt bereithalten.
Die Filet-Stückchen nun kurz an braten wenden und warm stellen. Jetzt die Zwiebeln schnell anbraten und dann mit der Sahne-Senf Sauce auffüllen und ein paar Minuten cremig köcheln lassen.
Jetzt sowohl die Truffade als auch die Sause abschmecken und schön zubereitet auf den Tisch stellen. Bei mir wurde dann ein guter Rose aus dem Hause Meintzinger gereicht, der sich (gut gekühlt) durch seine frische Note sehr gut dazu gepasst. Das Essen selber ist eher schwerer und deftiger, was aber natürlich bestens in die Herbstzeit passt, und hätte auch einen guten Burgunder Wein vertragen, die gleiche Region wo auch die Rezepte ihren Ursprung haben.
Das ganze sah dann so aus und es hat wirklich wundervoll geschmeckt.
Ich muss gestehen, wenn ich so gemütlich solchen Gaumengenuss erleben darf, gehen die Sinne durch und die Gedanken schweifen in die Ferne. Ja, Frankreich ein schönes Land. Ich war inzwischen ja schon recht oft dort, und es gäbe auch so viel aus der Burgund zu erzählen, aber das würde jetzt hier den Rahmen sprengen.
(Rezepte hab ich aus "Die echte französische Küche" aus dem GU Verlag.)