endlich war mal die Zeit und das Wetter eine bisschen größere Tour mit dem Motorrad zu drehen. Wenn man unter der Woche fährt, ist der Kesselberg immer eine gute Wahl. Oben angekommen begrüßte uns der Walchensee mit einer unverschämten türkis Farbe, die etwas an die Plitvicer Seen erinnerte.

Die armen Surfer waren etwas genervt, von der Stille des Windes, jedoch sollte sich das recht bald ändern. Während wir über Wallgau und an der Isar entlang Richtung Sylvensteinspeicher fuhren, zogen im Westen dunkle Wolken auf. Wir haben etwas gebummelt, aber bei dem Blick im oberen Isarlauf auch absolut verständlich, da mehr als lohnenswert.

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Danach cruisen wir über die Mautstraße weiter Richtung Vorderriss um dann etwas zügiger über die B307 Richtung Achenpass zu kommen. Leider waren die Wolken schneller und der Platzregen und Hagel zeigten die undichten Stellen der Motorradbekleidung erbarmungslos auf.


Der Vorteil von lokalen Gewittern ist ganz klar, dass es lokal ist und man kurz später schon fast nichts mehr drauf hindeutet. In Tegernsee angekommen erinnert nur noch eine etwas dunklere Wolke an das Gewitter, doch beim Anblick des Klosters denkt man eh mehr an das Tegernseer Brauhaus oder auch an die Wurzeln von Haching, wo es danach auch wieder nach Hause ging. Warum die Wurzeln von Haching? Dazu vielleicht mal anders mehr.

Irgendwie ist das Bild des Kloster Tegernsee symptomatisch für heutige Motorradtouren. Es ist einfach wunderschön, doch die dunklen Wolken in Form der Treibstoffkosten ziehen auf und vertrüben einem den Spaß a bisserl. Aber hin und wieder muss es einfach sein, und wenn man dann auch noch kurz in Österreich tanken kann, tuts a bisserl weniger weh.